Faszination Kleben

NassklebstoffeNassklebstoffe werden üblicherweise nur auf ein Fügeteil aufgetragen. Die Fügeteile werden sofort geklebt. Eine Haftung tritt erst ein, wenn das Lösungsmittel oder Wasser verdunstet ist. Poröse Materialien (z. B. Papier, Pappe, Holz) begünstigen die Trocknung
ORCON Anschlusskleber, ORCON MULTIBOND, ECO COLL, CONECT plus, Densly roof

Schmelzklebstoffe
Schmelzklebstoffe sind frei von Lösungsmitteln und können durch Temperatureinwirkung in der Klebefuge aufgeschmolzen werden.

Kontaktklebstoffe
Kontaktklebstoffe werden auf beide Fügeteile aufgetragen und nach der Ablüftzeit unter Druck miteinander verklebt. Es tritt eine Soforthaftung ein.





HaftklebstoffeHaftklebstoffe sind nicht-aushärtende Klebstoffe, die nach der Fertigstellung der Klebstoffmasse ihren chemischen Zustand bis zum Zeitpunkt der Verklebung, während des Verklebungsvorgangs und in der Anwendung selber nicht verändern.
Einkomponentenklebstoffe Einkomponentenklebstoffe sind Klebstoffe, die entweder mit Hilfe der Luftfeuchtigkeit (aerob) oder unter Luftausschluss (anaerob) härten.





CyanacrylateCyanacrylate sind sehr schnell reagierende Klebstoffe (Sekundenkleber), die unter Luftabschluss mit Hilfe der Feuchtigkeitsspuren härten, die auf jeder der Luft ausgesetzten Oberfläche vorhanden sind.
Aerobe KlebstoffeAerobe Klebstoffe härten an der Luft meist durch Ausnutzung der Luftfeuchtigkeit in einer chemischen Reaktion. Diese Klebstoffe bestehen aus Polyurethanen oder Silikonkautschuk.




Zwei- oder MehrkomponentenklebstoffeZwei- oder Mehrkomponentenklebstoffe bestehen aus zwei oder mehreren flüssigen oder pastenförmigen Bestandteilen  und müssen exakt nach dem vorgeschriebenen Verhältnis gut vermischt werden.
Diese Klebstoffe können nur während einer gewissen Verarbeitungszeit, der „Topfzeit“, verarbeitet werden.
Die Klebetechnik gilt heute als die Schlüsseltechnologie des 21. Jahrhunderts - es gibt heutzutage kaum mehr einen Industrie- oder Handwerkszweig, der nicht auf den Einsatz dieser innovativen Verbindungstechnik setzt. Wie keine andere Verbindungstechnik erlaubt Kleben die Umsetzung fortschrittlichen Designs durch eine optimale Kombination technologischer, ökonomischer und ökologischer Aspekte.

Lösungsmittelhaltige Klebstoffe

Durchlässiges MaterialDurchlässiges Material
In vielen Klebefällen werden Klebstoffe mit Lösungsmitteln gebraucht. Vor allem, wenn es auf eine besonders schnelle Anzugsgeschwindigkeit ankommt, Papierwellung vermieden werden soll oder nicht-poröse Materialien verklebt werden. Diese Klebstoffe bestehen aus Harzen bzw. Kautschuken, die durch herkömmliche Lösungsmittel, z.  B. Alkohol, Aceton oder Methylacetat, verflüssigt sind. Durch Verdunstung des Lösungsmittels härtet der Klebstoff aus. Das Lösungsmittel muss also durch das Material entweichen können. Bei Holz, Pappe und Leder gelingt das.

Undurchlässiges Material
Undurchlässiges Material
Bei undurchlässigen, dichten Werkstoffen, wie Metall, Porzellan oder Hartkunststoff muss die Klebefläche möglichst schmal und langgestreckt sein, damit das Lösungsmittel seitlich entweichen kann. Viele Kunststoffe werden von Lösungsmittelklebern mehr oder weniger angegriffen oder sogar aufgelöst. Deshalb sollte man bei der Verklebung von Kunststoffen immer auf die entsprechenden Packungshinweise achten.

Die richtige Vorbereitung 
Grundlage einer dauerhaften Verklebung

  1. Oberfläche von Schmutz, Rost, Farbresten und anderen Fremdstoffen reinigen
  2. Klebeflächen gründlich entfetten. Geeignet dafür sind z. B. Aceton, Alkohol oder Nitroverdünner
  3. Klebestellen trocknen lassen
  4. Vorbereitete Flächen nicht mehr berühren, um Übertragung von Hautfetten zu vermeiden
  5. Klebstoff gleichmäßig und dünn auftragen (bei Kontaktklebern auf Ablüftzeit achten)
  6. Schmutz und Staub von frisch mit Klebstoff eingestrichenen Flächen fernhalten
  7. Schleifarbeiten etc. unterbrechen, bis Teile zusammengefügt sind