Fenstereinbau: Aber wie?

Untergrund?

Dieser muss eben, tragfähig, nichtsandend, trocken und rissfrei sein, und darf keine Vertiefungen wie Mörtelfugen, Ausbrüche, Kiesnester und Lunker aufweisen. Diese Anforderung kann sowohl vom Baukörper (Ziegel) selbst, oder beispielsweise durch einen Glattstrich erfüllt werden. 
In Hinblick auf die Luftdichtheit ist rauminnenseitig jedenfalls ein ausreichend luftdichter Anschluss herzustellen. Ist der Putz als luftdichte Ebene vorgesehen, ist der Anschluss vom Putz an das Fenster ebenfalls ausreichend luftdicht auszuführen.
Ist ein Glattstrich erforderlich? 
Grundsätzlich ist ein Glattstrich nur dann erforderlich, wenn die Anforderungen an den angrenzenden Wandbildner/tragenden Baukörper wie z. B. eben, tragfähig, nichtsandend, trocken, rissfrei und keine Vertiefungen wie Mörtelfugen, Ausbrüche, Kiesnester, Lunker nicht erfüllt sind. Diese Anforderungen gelten auch für den Sanierungsfall.

Für welche Fenster gilt die Norm? 

Für alle Fenster in konditionierten und unkonditionierten Räumen (z. B. Garagen) die in direkten Kontakt mit dem Außenklima stehen.
Laibungsdämmung, wie wird diese gemessen?
Die Dämmstoffdicke darf nach außen hin abnehmen, z. B. unter der Fensterbank. Bei einer Sollfugenbreite von 15 mm beträgt die Fensterstocküberdämmung jedenfalls 15 mm, gesamt also die geforderten 30 mm. Dies gilt auch für außenwandbündig gesetzten Fenstern die mit WDVS überdämmt werden.
 

Sind innen diffusionsdichtere Anschlüsse erforderlich?

Hierfür wurde in der Norm kein Grenzwert festgelegt, da dieser durch Konstruktion und Material variieren kann. Jedoch wird darauf hingewiesen, dass Wandkonstruktionen wie z. B. Ziegelwände, Porenbetonwände, Holzwände, in Bezug auf Wasserdampfdiffusion ein „gutmütiges“ Verhalten aufweisen.

Müssen alle Fenster und Außentüren eine CE-Kennzeichnung aufweisen?

Grundsätzlich müssen Fenster und Außentüren eine CE-Kennzeichnung aufweisen, außer sie fallen in eine der wenigen Ausnahmebestimmungen der Bauprodukteverordnung:
  • Individuelle, nicht im Rahmen einer Serienfertigung produzierten Bauprodukte, die auf besonderen Auftrag hin für ein bestimmtes Bauwerk produziert werden. Die in der Regel von Fensterherstellern hergestellten Fenster fallen nicht in diese Ausnahmeregel, da sie mit spezifischen Frässätzen oder aus vorgefertigten Fensterprofilen produziert werden und damit auf einem wiederholt gebauten Fenstersystem beruhen.
  • Auf der Baustelle gefertigte Bauprodukte
  • Traditionelle Bauprodukte zur Renovierung eines denkmalgeschützen Gebäudes

Welche Materialien können für Trag- und Distanzklötze verwendet werden?

Das Material der Trag- und Distanzklötze muss dauerhaft formstabil sein und eine geringe Wärmeleitfähigkeit besitzen. Hierfür haben sich duroplastische Kunststoffe, Hartholz oder ähnlich Materialien bewährt. 
Klötze aus Lärchenholz fallen unter den Bereich „ahnliche Materialien“ und sind somit geeignet, Buche wäre zwar ein Hartholz, ist aber nicht dauerhaft und somit nicht geeignet, ausgenommen es handelt sich um eine imprägnierte Buche.

Alle nützlichen Antworten und Infos zu häufig gestellen Fragen zu Fenstereinbau und der „ÖNORM B 5320:2016-05: Einbau von Fenstern und Türen in Wände - Planung und Ausführung des Bau- und des Fenster/Türanschlusses, Fachinformation 20“ finden Sie unter www.austrian-standards.at!