Neuerungen der Unterdachnorm

Anforderung Unterdach

Provisorische, kurzzeitige Sicherung während der Bauphase
Ausreichend diffusionsoffen (sd-Wert über 0,3 m bauphysikalischer Nachweis)

Zusätzlich sind folgende Umstände zu berücksichtigen:
Die Dacheindeckung über Unterdächern ist grundsätzlich innerhalb von 4 Wochen aufzubringen. Ist eine längere Stehzeit vor Aufbringen der Dacheindeckung absehbar, sind entsprechende Maßnahmen (spezielle Bahnen, Schutzabdeckungen) vorzusehen.

Auswahl verschiedener Unterdach Systemlösungen
Winddichte Ausführung von Unterdächern
  • Berücksichtigung des winddichten Anschlusses an angrenzende Bauteile.
  • Überlappungen sind winddicht auszuführen.
  • Winddichte Ausführung ist umlaufend zu erfolgen, bei regensicheren Unterdächern sind aber definierte Fehlstellen zulässig (max. 2,5 cm/lfm)
  • Bei Unterdächern mit erhöhter Regensicherheit sind Fehlstellen nicht zulässig
  • Bei Unterdächern über belüfteten Dachräumen ist eine winddichte Ausführung nicht erforderlich
  • Winddichte Anschlüsse sind im Abbildungsverzeichnis als Vorschlagbilder enthalten
Utensilien für das UnterdachAufgrund verschiedener Forschungsprojekten wird in der neuen Norm auch der winddichte Anschluss beschrieben und festgelegt. Schwere Dämmstoffe (z. B. Zellulose < 25 kg/m³) sind in der Norm definitiv als ausreichend winddicht beschrieben, speziell bei ungeschützten Anschlussfugen.

Nageldichtbänder
Nageldichtbänder sind nun generell einzusetzen.

Ausnahmen:
  • Polymerbitumenbahnen (E-KV-20 ab 2 mm Stärke), bei geprüften Nachweis der Nageldichtheit oder bei Plattenwerkstoffen (sofern vom Hersteller nicht anders angegeben).
  • Die Breite der Nageldichtbänder muss jener der Konterlatte entsprechen, bei Konterlatten über 70 mm muss die Breite der Nageldichtung mind. 70 mm betragen.
  • Einzelnagelungen sind nur zulässig wenn eine Durchnagelung bei den Lattungsnägeln mit Sicherheit ausgeschlossen werden kann.
  • Den Nageldichtbändern wird eine größere Bedeutung zugesprochen, daher sind diese nun generell einzusetzen. Weiters wurde auch die vorgeschriebene Breite erhöht.
NageldichtbänderRegelungen beim Einbau von Dachflächenfenstern
  • Grundanforderungen
  • Beispielzeichnungen
  • Bei 2 unterschiedlichen Angaben (ÖNORM / Herstellerangabe) ist die jeweils strengere heranzuziehen
Materialkennzeichnungen
  • Regensicher Unterdächer:
    Früher: UD do-k und UD k jetzt Typ I
  • Unterdächer mit erhöhter Regensicherheit:
    Früher UD do-s jetzt Typ II
Icons UnterdachNeben der ÖNORM B 4119 wurde auch die ÖNORM B 3661 überarbeitet. In dieser Norm sind die Materialbezeichnungen festgelegt, welche mit der Überarbeitung geändert wurden.

Sonstige Änderungen
  • Zu- und Abluftöffnungen:
    Bei Dacheindeckungen mit großem Fugenanteil darf nun die firstseitige Abluftöffnung bei Sparren ≤ 10 m auf 30% reduziert werden. Über 10 m Sparrenlänge bleiben die 40% wie bisher bestehen.
  • Querbelüftete Dächer:
    Bei Dächern bis 10° DN darf auch eine Kreuzlattung ausgeführt werden; dann muss aber jede Konterlattung mind. 60% der angegebenen Konterlattenhöhe entsprechen
  • Anordnung von Unterdächern:
    Es ist nun auch ein Unterdach erforderlich bei belüfteten Dachabdichtungen gemäß ÖNORM B 3691
  • Einbauten:
    Bei Einbauten über 50 cm Breite sind Querrinnen einzubauen
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